BMB 37: Männer, die auf Cartoons starren

Blue Milk Blues Star Wars Podcast

Wir haben uns die ersten 13 Folgen von Star Wars Resistance reingezogen und reden darüber. Am Anfang jedenfalls. Mit dabei ist Sascha von PEW PEW PEW, der schon in Folge 26 dabei war. Wie schneidet Resistance bei uns ab? Haben wir Lust auf mehr? Und was hat das alles mit Friends, dem 11. September, Nazis auf dem Mond und der Flucht ins echte Leben zu tun?

Im letzten Drittel beschäftigen uns wir dann noch mit einer Hörerfrage zum Thema Toxic Fandom. Wo liegt die Grenze zwischen berechtigter Kritik und Toxic Fandom – und was ist einfach schlechte Diskussionskultur? Viel Spaß damit!

 


 

Shownotes:

  • Saschas Blog PEW PEW PEW findet Ihr hier

 

11 Kommentare zu BMB 37: Männer, die auf Cartoons starren

  1. Soll Resistance eigentlich als DVD/BluRay veröffentlicht werden?

    Ich verstehe auch nicht, warum man mit dieser Serie einiges an Hintergrundwissen zwischen den Episoden die Löcher stopfen mag, wenn man bedenkt, dass diese Serie für Kinder gemacht ist. Bedeutet ja im Umkehrschluss, meine Kids müssten sich schon Episode 7 und/oder 8 angesehen haben um mit Resistance was anfangen zu können. Das ist ja Quatsch. Dann müssten die Kids vorab auch noch die vorigen Episoden gesehen haben, damit da überhaupt der Zusammengang greifen kann.

    1. Hi Tommy,

      puh, keine Ahnung, was die Veröffentlichungspläne sind. Bisher habe ich noch nichts von einer DVD oder BluRay mitbekommen, aber ich gehe mal davon aus, dass da im Laufe des Jahres was veröffentlicht werden wird. Was das mit dem Löcherstopfen angeht: ich denke schon, dass die Serie die Chance hat, hier einiges an Hintergründen zu liefern – und wenn es nur „nebenbei“ ist. Wenn mann z.B. mitbekommt, wie die Neue Ordnung heimlich daran arbeitet, ihre Macht immer weiter auszubauen, könnte das zumindest erklären, wie oder warum es möglich ist, dass die Neue Ordnung zwischen Episode 7 und 8, die Macht an sich reißt. Ich glaube deswegen nicht, dass es deswegen dann im Umkehrschluss heißt, dass Kinder in Resistance nichts mehr kapieren. Wie gefällt Dir die Serie denn? Ich könnte mir vorstellen, dass sie nochmal in ganz anderem Licht erscheint, wenn man sie mit Kindern schaut…

      Viele Grüße
      -tobi

  2. Hallo Tobias,

    danke für eine schöne Folge mit einem interessanten Gast und Diskussionspartner! Ihr habt mir in vielerlei Hinsicht direkt aus dem Herzen gesprochen. Auch ich beobachte an mir selbst, dass SW (Resistance, bestimmte Bücher, etc.) beginnt, sich mehr wie Arbeit anzufühlen. Auch ich schaue Resistance nur aus „professionellem Interesse“, nicht weil mir die Serie etwas geben würde. Bis jetzt war „The Platform Classic“ die einzige tolle Folge. Generell halte ich die Serie aber auch für sehr belanglos und das Setting für langweilig.

    Auch schön, dass ihr das angestrengt wirkende Worldbuilding der ST angesprochen habt! Ich habe immer den Eindruck, dass kaum jemand diese Art der Kritik nachvollziehen kann. Viele versuchen sich die ST immer durch diverse Erklärungen und „Das könnte doch so und so sein, unmöglich ist es nicht“ schön zu reden. Und da gehe ich eben nicht mit, weil ich dieses Angestrengte an der Erzählweise der ST zu sehr bemerke und bei mir dann auch dieser Prozess einsetzt, den ihr schön beschrieben habt: Mir kommt dann die Fähigkeit abhanden, einen Film einfach mit ausgeschaltetem Gehirn genießen zu können. Und dann fange ich auch an, über all die kleinen Plotholes nachzudenken, die ich bei anderen SW-Filmen vielleicht ohne mit der Wimper zu zucken akzeptiert habe. Die ST hat bei mir leider einfach durch ihre krampfhafte Zurechtdreherei vollkommen verloren und ich glaube auch nicht an eine „Wunderheilung“ durch J.J.s Episode IX.

    Auch ein ganz toller Punkt, der in eurem Gespräch schön herausgearbeitet wurde, ist die aktuelle Fixierung auf dieses Frontier-Thema / unbekannte Regionen, etc. Das finde ich auch extrem schade, da mich als Prequel-Kind extrem interessiert, was in den Machtzentren der Galaxie passiert. Darüber gab es bisher kaum Informationen und da fühle ich mich in einem über 40 Jahre alten Franchise dann irgendwie auch veralbert. Man kann nicht nach 40 Jahren noch so tun wie 1977, als ob alles neu und unentdeckt sei und man nur die naive Perspektive des jungen Farmers hätte. Wir wissen alle, was es für Planeten und Akteure im Universum gibt, und daher wollen wir auch wissen, was mit diesen passiert ist. Lucasfilm sollte diese Schiene, zumindest in den Büchern und Comics, bespielen.

    Ich hoffe aber auch bei Resistance wirklich sehr auf einen guten Plot mit Kaz‘ Vater und Hosnian Prime. Das ist eigentlich der einzige Handlungsansatz, der mich momentan dazu kriegen könnte, die Serie mit Spannung und Interesse zu verfolgen.

    Zu guter Letzt noch danke für eure vernünftigen Worte zum Thema „toxic fandom“! Ich mag den Begriff nicht, weil er immer so klingt, als sei das gesamte Fandom toxic. Meiner Meinung nach müsste man immer betonen, dass es sich nicht um die Mehrheit der Fans handelt, z.B. indem man sagt „toxischer Teil des Fandoms“ oder „toxische Minderheit im Fandom“. Einige TLJ-Liebhaber differenzieren leider nicht und stempeln jeden, der etwas Negatives zu TLJ sagt, gleich als Hater ab und sprechen ihm das Recht ab, seine Meinung zu äußern. Aber nur konstruktive Kritik und Feedback können doch dazu führen, dass sich SW stetig verbessert.

    Ich hoffe wirklich, dass Lucasfilm bald mit einem sinnvollen Ergebnis aus der Denkpause zurückkommt und dann vielleicht u.a. mal das „Die Prequels finden doch alle scheiße“-Dogma aufgibt. Diese Entwicklung würde ich begrüßen!

    Also danke nochmal für den tollen Podcast nochmal und viele Grüße!
    Ines

    1. Hi Ines,

      eine Sache, die ich allerdings immer wieder an mir beobachte, ist, dass ich mich trotz aller Rückschläge doch jedes Mal wieder total auf die neuen Trailer, Serien und Filme freue. Irgendwie lässt es mich dann doch nie kalt.

      Das mit dem Hirn ausschalten ist schon eine interessante Sache: Denn mir ging es schon mit den Prequels so, dass ich mich zu oft auf der Metaebene wiederfinde. Das fand ich jetzt bei Resistance recht angenehm: Hirn aus und nicht groß drüber nachdenken. Meine Befürchtung mit SW ist, dass wir alle „unser“ Star Wars haben, das wir als Kinder oder Jugendliche so kennengelernt haben. Und alles was danach kommt, muss immer durch unsere interne Qualitätskontrolle – so dass wir immer mit eingeschaltetem Gehirn davorsitzen, auch wenn wir das eigentlich gar nicht wollen

      Dein Punkt mit 1977 und dem Nicht-mehr-so-tun-können, als ob alles neu und unentdeckt sei, ist super. Ich habe ja schon oft darüber gesprochen, dass mich die OT auch deswegen so fasziniert hat, dass man eben immer nur die Spitze des Eisbergs zu sehen bekommt und sich darunter eine ewig große Welt verbirgt, auf die immer hingewiesen wird, die man aber kaum zu sehen bekommt. An den Prequels hat mich dann tatsächlich auch gestört, dass einem irgendwie alles (also das Zentrum) gezeigt wird. Ich habe ja in TFA anfänglich noch sehr begrüßt, dass man wieder einen Schritt zurückgeht. Inzwischen geht es mir aber eben so wie Dir: irgendwie haben sie dann nichts weiter daraus gemacht und es wirkt alles sehr klein. Und genau wie Du sagst, geht’s mir dann auch so, dass ich mich frage, was aus allem geworden ist, den Planten, Akteuren, etc. die wir schon so lange kennen.

      Viele Grüße
      -tobi

  3. Okay, der Verlauf der Diskussion hat mich überrascht. Mit dem Gast war ich ganz auf einer Linie als ‚The Force Awakens‘ rauskam. Doch was ‚The Last Jedi‘ und alle Animationsserien angeht, gehen unsere Auffassungen wohl in vollkommen unterschiedliche Richtungen.

    Also ich mag ‚Resistance‘ und freue mich jede Woche auf jede neue Folge. Bisher hat mich keine vollkommen enttäuscht (die mit dem Rennen fand ich nur etwas lahm). Es freut mich eine Wars-Serie abseits von all den Jedi und Machtnutzern zu sehen. Stattdessen lernen wir das Leben einfacher Leute kennen. Die politischen Implikationen schau ich mir auch sehr gerne an – anscheinend existiere die Neue Republik ja kaum in diesen Gebieten.

    1. Hi Dave,

      oh je! Jetzt hast Du gerade die Folge als „lahm“ herausgepickt, die ich extra als gute erwähnt hatte. 🙂 Mir geht’s ja auch so, dass ich begrüße, dass Resistance nicht versucht, die Erlebnisse der wichtigsten Leute im Zentrum der Galaxis zu erzählen. Mal sehen, wo sich die Serie jetzt noch hinentwickelt.
      Wo gehen Eure Meinungen zu TLJ, etc denn auseinander?

      Viele Grüße
      -tobi

      1. Also ‚The Last Jedi‘ fand ich bei der ersten Sichtung etwas besser als ‚The Force Awakens‘. Aber mittlerweile habe ich mit der Sequel-Trilogie ganz abgeschlossen und die nächste Star-Wars-Episode wird der erste SW-Film seit 1997, den ich mir nicht im Kino anschauen werde. Ich habe einfach gar keine Lust, mir den Unsinn anzuschauen, den Abrams da verzapfen wird. Ich freue mich lieber auf ‚Resistance‘ und die Mandalorianer-Serie.

        Die erste Clone-Wars-Serie fand ich nicht besonders toll – ich kann mit dem Animationsstil gar nichts anfangen. Die computeranimierte Clone-Wars-Serie wiederum fand ich super und schaue da bis heute immer wieder ein. Den Pilotfilm von ‚Rebels‘ habe ich im Kino gesehen und die Serie aktiv verfolgt – bis auf das Ende. Da hatte die Serie schon enorm abgenommen.

        Naja, bei den animierten Serien kann ich mehr mit den Serien anfangen, die Sascha nicht mag und andersherum. So ist das halt.

        1. Hi Dave,

          ich hab gerade Deine Besprechung von „Resistance“ auf Deinem Blog gesehen – und mich daran erinnert, dort auch mal was über Deine Enttäuschung über TFA gelesen zu haben. Und Dein Entschluss Ep IX nicht im Kino zu sehen, steht? Ich werde mich da nicht zurückhalten können – kann mir aber auch vorstellen, dass ich da doch auch wieder zu sehr mit „eingeschaltetem Hirn“ reingehe. Mal sehen…

          Was „The Mandalorian“ und das Star Wars abseits von Jedi & Sith angeht, bin ich ganz bei Dir – da freue ich mich sehr drauf.

          Viele Grüße
          -tobi

          1. Ja, mein Entschluss, Episode 9 nicht im Kino zu sehen, steht. Ich war durch Episode 7 und 8 schon so sehr enttäuscht, dass ich mir das nicht nochmal antun will. Ich halte Abrams für einen der schlechtesten zeitgenössischen Regisseure und verstehe nicht, warum er weiter von den großen Studios angeheuert wird. Ich habe das gleiche schon bei ‚Star Trek‘ durch und tu mir das nicht nochmal bei ‚Star Wars‘ an.

            Falls du nochmal eine Folge zu ‚Star Wars: The Clone Wars‘ machen willst, dann melde dich.

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