BMB 77: 20 Jahre Episode II

BMB bespricht Angriff der Klonkrieger

Wir feiern 20 Jahre „Angriff der Klonkrieger“. In gleicher Besetzung (Andi, Felix, Fabi, Tobi) wie bei unserer Geburtstagsfolge zu Episode I blicken wir zurück auf 2002 und versuchen uns zu erinnern, wie das damals alles war (Spoiler: Die Erinnerunglücken sind größer als bei Episode I). Fabi und Tobi waren auf einem Roadtrip durch die Südstaaten der USA, während Andi und Felix die Premiere (war es die Premiere?) im Süden Deutschlands miterlebt haben. Wie der Film damals bei uns ankam, wie wir ihn heute sehen und welche Rolle die Sequels und die Vorfreude auf „Obi-Wan Kenobi“ dabei spielen – all das und mehr im zweiten Teil unserer beliebten Vergangenheitsbewältigungsserie. Alles Gute zum Geburtstag, Episode II!

 

20JahreAOTC

8 Kommentare zu BMB 77: 20 Jahre Episode II

  1. Hallo zusammen,

    einen tollen privaten Rückblick habt ihr da abgeliefert. Interessant zu hören, dass die Erinnerungen an die Zeit um Episode II und den tatsächlichen Kinobesuchen, sowie den nachträglichen Diskussionen so diffus zu sein scheinen. Ich selbst weiß noch, dass damals die noch neue Herr der Ringe Trilogie Star Wars in Sachen Nerdkultur den Rang abgelaufen hatte. Auch die eher schlechte Rezeption von Episode I trübten die Vorfreude auf den Film ein. Star Wars war beinahe out.

    George Lucas ludt damals zu den jeweiligen Premieren in den unterschiedlichen Ländern zu Fanvorführungen im Anschluss an die eigentlichen Premieren und Pressevorführungen ein. Der OSWFC übernahm seinerzeit die Vergabe der Tickets, wofür ich mich dann sogleich bewarb. Die Macht war mit mir und so ergatterte ich zwei Tickets. Übrigens nicht umsonst: die Eintrittspreise wurden für einen guten Zweck gespendet. Am Samstag vor dem eigentlichen Kinostart in München war es dann soweit: im Anschluss an den Pressebums wurde das Kino mit ordentlicher Verspätung für uns Fans geöffnet. Ein großer Teil der anwesenden kam kostümiert und in bester Laune. Nachdem ein Verantwortlicher flankiert von zwei Sturmtrupplern die Menge richtig angeheizt hatte, begann der Angriff der Klonkrieger.

    Ich habe so etwas noch nie und seitdem nie mehr erlebt. Das war kein Besuch von einem Kinofilm, dass war der Besuch von einem Rockkonzert. Als die Titelcard erschien erbrannte ein gigantischer Applaus. Und so ging es ständig. Jede coole Szene, jeder coole Satz wurde mit Szenenapplaus bedacht. Als Yoda Count Dooku konfrontierte, jubelte das Kino wie eine Fankurve nach einem Siegtreffer. Wahnsinn!

    Im Nachgang kam der Film auch bei mir nicht so gut weg. Ich glaube inzwischen ich habe mir den Film damals von der allgemeinen eher schlechten Stimmung vieler anderer schlecht reden lassen. Er ist sicher kein Meisterwerk, aber ich schaue ihn inzwischen zusammen mit den Prequels sehr gerne an. Ohne Erwartungshaltung ist ein guter Blockbuster.

    Möge die Macht mit euch sein

    Fleischi

    https://www.starwars-union.de/nachrichten/3288/Benefizvorstellung-von-Episode-II/

  2. Danke für die interessanten Eindrücke und Erinnerungen von Euch :-).

    Bei mir sah das wie folgt aus. Bei Episode 2 war die Vorfreude nicht ansatzweise wie damals vor Episode 1. Warum? Episode 1 war ernüchternd und dementsprechend die Erwartungen. Auch der mediale Wirbel um Episode 1 war und ist einmalig weltweit in der Kinogeschichte!
    Hinzukam, dass Spiderman 2 Wochen vorher in den USA anlief und sämtliche Rekorde brach und Star Wars die Show stiehl.
    Ich erinnere mich trotzdem noch an die Miternachtspremiere. Mittwoch Abend lief noch das Fußball Championsleaguefinale – Real Madrid vs. Bayer Leverkusen, welches ich mit meinem Freund noch zuende schaute daheim. Danach ins Kino und ich war von dem Film deutlich positiv überrascht vor allem im Vergleich zu Teil 1. Mein Kumpel ist bei dem Film allerdings eingeschlafen 😀

    Mittlerweile hat sich meine Sicht auf diesen Film jedoch auch geändert und zwar wie folgt:

    Angriff der Klonkrieger 5,5/10

    Auf Platz 4 für den schlechtesten Star Wars Film, Episode 2 (nur 1,8 und 9 finde ich schwächer, „Solo“ auch, zähle ich aber offiziell nicht mit ;-)).

    „Angriff der Klonkrieger“ ist der am meisten gealterte Film der Prequels. Die Effekte sehen älter und schlechter aus als die von „Die dunkle Bedrohung“. Der Zuschauer hat mehr das Gefühl in einem Computerspiel zu sein als in einen Film!

    Die Liebesgeschichte um Anakin und Padme ist wirklich ziemlich kitschig, sowohl von den Schauplätzen und den Dialogen, äußerst unpassend und zum fremdschämen.
    Hinzu kommt noch das miserable, künstliche Schauspiel von Hayden.

    Ziemlich enttäuschend auch diesmal der Soundtrack. Von „Across the stars“ bekomme ich Würgereiz, wahrscheinlich weil ich da jedes Mal an die Liebesgeschichte denken muss und von „Return to Tatooine“, welchen ich leider ziemlich nervig finde, wird die letzte Minute gefühlt 20 Mal im Film wiederholt.

    R2 D2 kann fliegen? *Kopfschüttel*

    Zum Glück hat sich George darauf besonnen, Jar Jar kaum noch Screentime zu geben und den Fäkalhumor weggelassen.
    Die Sprüche von C3 PO fand ich hingegen gelungen und auflockernd.

    Das die Grundstimmung des Films deutlich düsterer ist als sein Vorgänger kommt ihm sehr zugute.

    Wirklich gut ist die Verfolgungsjagd am Anfang in Coruscant, sieht optisch noch gut aus und macht Spaß bei Nacht durch Coruscant zu heizen :-D.
    Getoppt wird das Ganze ebenfalls von einer Verfolgungsjagd, im Asteroidenfeld mit Jango und Obi Wan.
    Das ist wahrlich ein Leckerbissen, soundtechnisch genial. Die kurze Stille bevor die seismischen Bomben (was ein geiler Klang) explodieren!
    Auch dass die komplette Szene ohne Musik auskommt macht sie so besonders. Und optisch ist die Szenerie immer noch eine wahre Pracht!

    Generell der Storyplot mit Obi Wan ist super gemacht. Ewan liefert hier eine gute Leistung ab. Die Szene mit seinem Freund Dex im Restaurant ist auch eine der positiven Highlights. Nochmal ein völlig neuer Blickwinkel auf den Charakter Obi Wan und auch die Stadt Coruscant. Einfach toll.

    Die Einführung von Count Dooku fand ich mau. Zu spät im Film, kaum Infos. Eine blasse, müde und überflüssige Figur. Da hätte man entweder Darth Maul in Episode 1 überleben lassen oder wie ursprünglich geplant den Charakter Asajj Ventress (bekannt aus der Serie Clone Wars) einführen sollen. Eine meiner Lieblingsfiguren im SW Universum.

    Der Endkampf in der Arena mit den vielen Jedi gegen die Droiden hat zwar was, ist irgendwie aber albern. Denn entweder mähen die vielen Droiden die Jedi einfach weg oder genau das Gegenteil ist der Fall, da diese doch so eine unglaubliche Macht haben. Das hier war nicht Fisch und nicht Fleisch.

    Als die Szenerie jedoch von der Arena auf das Schlachtfeld wechselt wo eine noch viel größere Schlacht stattfindet, sieht man endlich einen Sternenkrieg! Die vielen Klontruppen gegen die Droiden, das ist ein Augenschmaus. Da hätte ich gerne viel mehr von gesehen!

    Der Lichtschwertkampf von Dooku gegen Anakin und Obi Wan ist einfach schlecht inszeniert. Ständig diese Nahaufnahmen und Dialoge dazwischen und noch viel zu kurz.
    Beim kämpfenden Yoda habe ich damals 2002 im Kino Gänsehaut vor Freude bekommen, mittlerweile ist es ganz ok.

  3. Eine schöne Folge – hat mir gefallen! Bei mir war ‚Episode 2‘ auch immer die schlechteste aller Episoden – doch dann kam die Abrams-Trilogie und damit ist dieser Film hier ja schon im unteren Mittelfeld angekommen.

    Eine Anekdote nur zu meiner Erfahrung damals: Ich habe den Teaser (oder den Trailer) im linearen Fernsehen gesehen. Internet hatten wir damals nicht zu Hause und irgendwann kündigte ‚Pro Sieben‘ an, dass an einem Abend der neue Star-Wars-Trailer laufen würde. Also saß ich dann um 20:15 Uhr oder so vor dem Fernseher und schaute den Trailer – einmal, denn einen Videorekorder hatte ich ja auch nicht. Eine Erfahrung, die man den jungen Menschen von heute auch nur noch schwer erklären kann.

  4. Hallo zusammen,
    es ist interessant, wie sich eure Meinungen mit der Zeit gewandelt haben. Und es ist schade, dass eure Erinnerungen diesmal so lückenhaft sind und dass ihr den Film damals nicht gemeinsam geschaut habt. Deshalb find ich die Idee eines Audiokommentars so gut. Selbst wenn ihr eure Kommentare aus dieser Besprechung wiederholen würdet, wären sie durch den live-Charakter wahrscheinlich intensiver und lustiger. Und ihr würdet vermutlich etwas mehr ins Detail gehen. Aber gut, dass ihr schon jetzt zumindest diese Folge als gemeinsames Erlebnis zu Episode ll habt.

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