BMB 51: The Mandalorian 7 & 8

Blue Milk Blues bespricht The MandalorianIm dritten Anlauf hat es dann auch geklappt: Nach Stromausfall und Aufnahmeverlust haben wir unsere vierte Folge zu The Mandalorian doch noch erfolgreich über die Runden gebracht. Und eine richtig lange Folge ist es geworden. Es gab aber auch viel zu besprechen: die letzten beiden Kapitel von Staffel 1, unser Fazit und ein Ausblick auf die Zukunft der Serie. Mit Gastauftritten von Helmut Kohl, Igor und auf der Zielgeraden auch noch Ahsoka Tano.

 


 

Shownotes:

 

6 Kommentare zu BMB 51: The Mandalorian 7 & 8

  1. Herzlichen Dank euch beiden für die ganze Podcast-Reihe zur Serie! Ich habe alles Ausgaben gehört und habe nicht zuletzt auch Dank euch richtig Lust, die Serie nochmal zu sehen!

    1. Hi Philipp,

      vielen Dank für’s Zuhören und für Deine Kommentare. Es hat uns viel Spaß gemacht und die ganze Interaktion drumherum war ein ganz großer Teil davon.
      Ich freu mich schon riesig auf Staffel 2 🙂

      Viele Grüße
      -tobi

  2. Hallo ihr zwei,

    danke nochmal für die klasse Unterhaltung in den letzten Wochen. Durch die höhere Taktung von BMB, die anderen interessanten Kommentare aus der Community hier auf der Webseite und das Eingehen auf diese in der darauffolgenden Folge, hat es sich richtig wie eine große, lange, gemeinsame “Unterhaltung über Star Wars” angefühlt (ich bin Fabian vom Kommentar vom 30.3.). Sehr bereichernd fand ich, dass ihr beide oft zwei unterschiedliche Positionen und Meinungen hattet und dadurch andere Aspekte abgedeckt habt.

    Die Serie hat mir definitiv Spaß gemacht und es war ein wöchentliches Highlight. Ich fand auch das Behandeln von Nebenschauplätzen super. Aber unterm Strich bleibt ein Beigeschmack und ich hoffe, dass manche Aspekte in der 2. Staffel besser gelöst werden. Ich muss dazu sagen, dass ich kein Star Wars Nörgler bin, finde nicht, dass Disney Star Wars zerstört hat, finde die Sequels (trotz Schwächen) gut und halte „The Last Jedi“ für einen fantastischen Film. Vielleicht lag es aber an meinen hohen Erwartungen. Nach den Prequels hatte ich meine Erwartungen für die Sequels eher niedrig gehalten. Bei The Mandalorian hatte ich aber durchweg Positives und absolut nichts Negatives gehört gehabt. Es wurden oft Superlative genutzt.

    Ich störe mich tatsächlich auch immer noch an den vielen Zitaten/Fan-Service und—wie es Katharina auch schon gesagt hatte—an den Brüchen der „Suspension of Disbelief”, die unter anderem durch die Zitate erzeugt werden, aber nicht nur dadurch. Ihr habt ja vieles schon angesprochen das dazu führt. Dass es manchmal als Fanfilm wirkt, oder unlogische, hanebüchene, oder seltsame Szenen. Was ich in in der letzten Folge müßig empfand, war z.B. dass IG-11 alles nochmal erklärte, was die Leute meiner Meinung nach doch schon verstanden haben müssten (dass das Bakta-Spray nun wirkt, oder dass er sich wegen seinen Protokollen nun in die Luft sprengt). Oder wie Moff Gideon den “super-bösen” E-Web Blaster ankündigt. Aber auch z.B. durch seltsame “because of reasons”-Gründe, wie z.B. dass bis Abenddämmerung gewartet wird. Ein anderer Aspekt, der mir beim darüber schlafen noch gekommen ist, den ich aber nicht noch einmal geprüft habe: The Mandalorian verfehlt den Bechdel-Test, oder?

    Mich störte öfters eher das “wohlige Gefühl” von dem ihr auch gesprochen hattet. Wie gesagt ich liebe Jawas, die Cantina etc etc. Vielleicht ist es ein bisschen so wie Fast-Food. Es schmeckt lecker, aber man weiß, dass es einfache Kohlenhydrate sind und es nicht unbedingt gesund und nahrhaft ist. 🙂 Vielleicht hat TLJ daher für mich gut funktioniert, da bei mir die Story irgendwie durch eine gute “Suspension-of-Disbelief” getragen wird, obwohl er von den Charakter-Entwicklungen durchaus die Komfortzone verlässt.

    Was ich mich frage und nicht einfach beantworten kann ist, wie ich die Serie fände, wenn sie nicht im Star Wars Universum spielen würde.

    Ich frage mich jetzt natürlich auch, warum mich viele der Kritikpunkte, die es auch bei den Sequels zu bemängeln gibt, nicht so sehr gestört haben, oder warum ich den Fan-Service hier eher geschluckt habe: z.B. wie ihr gesagt hattet, dass der Millennium Falcon natürlich auf Jakku ist und sie dann darin ganz zufällig Han Solo in dem endlos großen Weltraum antreffen. Vielleicht weil—wie ihr es auch schon angedeutet habt—man irgendwie unterbewusst davon ausgehen musste, dass die alten Charaktere (und der Falcon ist ja auch sowas wie ein Charakter) wieder vorkommen müssen. Bei The Mandolorian waren die ganzen Zitate so aber doch gar nicht für die Story nötig. Oder vielleicht wurde man auch durch High-Budget Eye-Candy und emotionaler Musik nur besser verführt. Das klappt im Kino schon besser als auf der Couch 😉

    Dazu auch nochmal einmal ein Gedanke zu der Musik, zu der ihr ja auch nochmal in Folge 50 gesprochen hattet. Mir gefällt der Main Title von The Mandalorian sehr gut und finde auch nicht, dass John Williams unbedingt nötig ist, damit etwas “Star Wars” ist. Aber ich denke es kann sehr gut helfen, vor allem wenn man mit kleineren Budgets und Sets arbeiten muss. Denn neben dem Pacing oder dem Emotionalen finde ich, dass das Orchestrale für eine wahrgenommene “Weite”, eine räumliche Öffnung von Sets sowie Schauplätzen und eine gewisse “Fülle” sorgt.

    Ein letzter Gedanke auf den mich der Kommentar von Katharina gegen Ende der letzten Folge gebracht hat, ob es nicht besser ein Film geworden wäre. Vielleicht hattet ihr das auch schon an einer Stelle angesprochen und ich hatte es nur überhört. Was denkt ihr: Könnte es sein, dass The Mandalorian einfach die Story, Ideen, Drehbuchelemente und ja vielleicht schon produzierte Artwork/CGI-Modelle/Sets/Props von dem ursprünglich geplanten Boba Fett Film nutzt oder gar recycled? Das würde z.B. die Serien-Episoden 4 und 6 als Füllmaterial erklären. Das würde auch die aus meinem letzten Kommentar (für mich) störenden Jawas auf dem anderen Planeten und die Story auf Tatooine für mich absolut zufriedenstellend rechtfertigen.

    Also, die nicht an allen Stellen ganz ernst gemeinte und spekulative Alternativstory, wäre wie folgt: Die Geschichte des Boba Fett Films spielt ausschließlich auf Tatooine und es sind nicht 5 Jahre nach ROTJ vergangen, sondern nur Wochen/Monate. Nach den Geschehnissen am Sarlacc Pit ist also nicht viel Zeit verstrichen. Dass das Imperium gestürzt wurde verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der Galaxis. Auf manchen Planeten gab es friedliche Feiern, aber auf vielen anderen Planeten wiederum gab es blutige Aufstände gegen die immer noch stationierten imperialen Unterdrücker. Besonders auf so gesetzlosen Planeten wie Tatooine entlädt sich die Wut gegen die Besatzer (aufgespießte Stormtropper Helme). Einige verbleibende imperiale Milizen verstecken sich im Untergrund (Werner Herzog und seine Schergen).

    Die richtige Story beginnt damit, dass sich Boba Fett aus dem Sarlacc Pit befreit. Er lebt noch, da die Verdauungsprozesse des Sarlaccs nur langsam ablaufen. (So würde man “geschichtsrevisionistisch” die Kritik beseitigen, dass der coole Charakter so einen unwürdigen Tod erleben musste (Robot Chicken lässt grüßen)). Boba Fett ist aber erstmal auf Tatooine gefangen, denn seine Slave 1 wurde/wird von Jawas auseinander genommen. Er hatte die Slave 1 nicht auf einer Docking Bay in Mos Eisley abgestellt, sondern—für einen kleinen Vergnügungsaufenthalt bei Jabba—nur vermeintlich kurz in der Nähe des Palasts ”geparkt”. Da Jabba und seine Wachen tot sind, sind die Landeplätze natürlich nicht mehr bewacht, was die Jawas auszunutzen wissen. Etwas, was im Slave-1-Wrack noch herumliegt, sind ein paar weitere Karbonit-Blöcke mit “Bounties”. Die Jawas konnten damit nichts anfangen. Boba Fett hat die Karbonit-Vorrichtung ja auf Cloud-City in seiner Slave 1 anbringen lassen und nutzte diese Technologie nun auch für andere Trophäen, die er in der Zwischenzeit gefangen hatte (so kann man auch das Karbonit aus Folge 1 besser erklären). Danach begibt sich Boba auf die Suche nach den Jawas und somit käme mehr oder weniger die Handlung aus Folge 2, noch ohne Baby Yoda.

    Um danach Geld für die Reparatur der Slave 1 zu besorgen (ähnlich der Reparatur aus Kapitel 5, nur nicht auf Grund von der komischen Raumschlacht), sucht er Mos Eisley auf. Für einen Auftrag geht er zu dem berüchtigten Treffpunkt für allerlei „Abschaum und Verkommenheit”: die Cantina. Dort trifft er erst einmal auf Cara Dune. Eine eingeborene Tatooinerin (daher Dune. Vielleicht ist sie sogar eine Art “Bastardin” wie in Game Of Thrones, wo diese ja auch Schnee oder Sand als Nachnamen haben (die Idee dafür kam von Pedro Pascal 😉 ). Boba Fett fragt Cara, ob sie ihm einen Tipp geben kann, wie er an Geld kommen könnte. Sie sagt, sie würde ihm helfen, aber nur wenn er gegen sie im Armdrücken gewinnt. Er verliert, aber sie hilft ihm trotzdem und bringt ihn zu Greef Karga. Dieser hat gerade eine Auftrag reinbekommen. Da er Mandalorianer oder sogar Boba Fett kennt, glaubt er, dass er mit Boba und der ortskundigen Cara ein gutes Team für den Auftrag gefunden hat: Die beiden müssen etwas noch Unbekanntes (Baby Yoda oder einen anderen weniger süßen, aber dafür wertvollen oder gefährlichen MacGuffin) finden. Dieser ist Werner Herzog in den Wirren der Aufstände abhanden gekommen. Das Zielobjekt wurde von lokalen Banditen verschleppt und muss sich noch auf Tatooine befinden (somit sind keine lächerlichen Peilsender nötig, die durch die ganze Galaxis funken). Die dezimierten imperialen Einheiten um Werner Herzog können das Zielobjekt jedoch nicht selber suchen, da sie im Untergrund bleiben müssen. Zu groß ist die Gefahr vom “Abschaum” Tatooines angegriffen zu werden, die immernoch Jagd auf die verhassten Imperialen machen. Die weißen Rüstungen sind regelrechte Zielscheiben, wenn sie ihr Versteck verlassen würden, was eventuell bedeuten würde, dass sie das Banditenversteck mit großen Verlusten oder gar nicht erst erreichen würden. Boba Fett und Cara Dune nehmen den Auftrag an. Sie streifen durch die Wüste und treffen auf Sandleute, die ihnen sehr nett weiterhelfen und ihnen gegen ein Tauschgeschäft den Tipp geben, einen Ugnaught aufzusuchen, mit dem sie öfter Handel betreiben. Mit Hilfe des Ugnaught Kuiil—der ein Feuchtfarmer ist (ein Beruf, den viele Leute auf Tatooine ausüben, kein Bedarf für Arvala-7)—gelangen sie zu dem Banditenlager. Dort treffen sie auf IG-88 (nicht IG-11), der derweil von dem verbleibenden Imperium bzw. Moff Gideon (ohne Herzogs Wissen) beauftragt wurde, die von dem Abhandenkommen des MacGuffin erfahren haben und so das Vertrauen in Herzog verloren haben. IG-88 hatte zwar bei der Suche nach Han-Solo versagt, aber sonst immer einen guten Job gemacht. 😉

    Boba und Cara erledigen die Banditen sowie IG-88 und nehmen den MacGuffin an sich. Als sie sehen was es ist, erkennt Cara den Wert / die Gefahr des MacGuffins und will Boba daran hindern, dass er ihn/es an Herzog übergibt. Boba, den Gilden-Regeln folgend, zögert natürlich nicht seinen Auftrag zu erfüllen, und sie gehen zu Herzog. Als Herzog bei der Übergabe den beiden verrät, was das Imperium vorhat und somit Caras Sorge bestätigt, entscheidet sich Boba um und erfährt so seine Charakter-Erlösung. (Er schaut also nicht nur cool aus, sondern ist auch ganz okay (wie die Sandleute). Die Sache mit Solo war nur für die Zuschauer, die Solo kennen, so fies. Für Fett, war es nur ein Auftrag von vielen und “from the point of view” des Imperiums und Jabbas gab es gute Gründe Solo dingfest zu machen. Ich mein Solo war ja bevor er zum Held wurde ein bekannter Schmuggler und Schurke. 😉 ) Sie führen also einen Kampf und erledigen Herzog und Schergen. Sie entwenden das Beskar, das sie als Belohnung bekommen sollten. Sie teilen es auf. Mit Bobas Teil bezahlt er die Reparatur der Slave 1, mit dem Rest sucht er eventuell eine lokale Rüstungschmiedin auf, die ihm die fehlenden Rüstungsteile schmiedet, denn seine Rüstung ist nach dem Kampf in EP6 zerstört worden. Das Ganze nimmt ein bisschen Zeit in Anspruch. Währenddessen sammeln sich verbleibende imperiale Einheiten aus dem Weltraum und fliegen nach Tatooine. Moff Gideon kommt also mit neuen Truppen auf Tatooine an und der finale Kampf wird ausgefochten. Durch die Zusammenarbeit von Kuiil, Cara, Greef Karga und Boba (mit seiner neuen Rüstung), bekämpfen sie die Truppen. Und dann gibt es irgendein Ende, je nach Geschmack.

    So und jetzt noch spekulativer und weniger ernst gemeint: Der MacGuffin könnte ein altes Macht-Artefakt sein, das unglaubliche Macht, ja pures Leben (oder wenn es unbedingt sein muss Midichlorianer 😉 ) in sich bündelt und von alten Jedi vor Jahrhunderten auf Tatooine versteckt wurde. Warum auf Tatooine? Na weil Tatooine am weitesten vom hellen Zentrum des Universums weg ist und dadurch ein perfektes Versteck bietet. Es wäre auch nie gefunden worden, doch über dem lang vergessenen Versteck wurde die Sklavensiedlung nahe Mos Espa erbaut. Eine gewisse Schmi Skywalker fand dieses Artefakt also im Sand beim Bau von Behausungen, die ja bekanntlich auf Tatooine auf Grund der großen Hitze tief in den Boden reichen. Sie behielt es und aktivierte versehentlich das für sie unscheinbare Artefakt, unwissend über dessen Macht und wurde so erst schwanger mit Anakin, in dem auch ein Teil dieser Macht verkörpert ist. Das war auch alles erst der Grund warum soviel von Star Wars auf Tatooine spielt. Nach dem Tod vom Imperator in EP6 wurde also ein geheimes Protokoll ausgelöst. In diesem bekommen die verbleibenden imperialen Truppen, bzw. der imperiale Sicherheitsdienst, die Anweisung, dass sie das Artefakt bergen und den Imperator damit wiederbeleben sollen. Der Imperator vermutet das Artefakt nämlich auf Tatooine, denn er kennt das Artefakt und seine Macht aus alten Sith Aufzeichnungen und er kennt ja auch Anakins Geschichte. So hatte er eins und eins zusammengezählt. Schmi Skywalker hat übrigens nie erfahren, dass ihre Schwangerschaft an dem Artefakt lag und so lag es die ganze Zeit in Mos Espa, bis es von Herzog Truppen gefunden wurde.

    Irgendwie verlieren Cara und Boba das Artefakt dann doch am Ende (oder es gab, wie beim Sith Wegfinder, mehrere davon), was dann zu der Wiederbelebung vom Imperator führt. Das erfährt man aber natürlich erst in TROS, der ja nach The Mandalorian / Boba Fett Film released wurde.
    Das würde auch das Plot-Hole der Imperator-Auferstehung lösen und man wäre weniger verblüfft bei TROS 😉

    Unabhängig von meinen Hirngespinsten könnte die Aufgabe der Wiedererweckung übrigens auch Baby-Yoda in der tatsächlichen Mandalorian-Story übernehmen.

    So kommt man auf ungefähr 2,5 Stunden. Nach dem Flop von Solo und weil die ganze Geschichte noch “kleiner” und unepischer als Solo gewesen wäre, da sie z.B. nur auf Tatooine spielt und keine Raumschlachten hat, entschied man sich daraus eine Serie zu machen.

    Ich weiß übrigens selber nicht ob ich die Geschichte gut fände und den Macht-MacGuffin gände ich auch eher albern, aber er würde vielleicht sogar ein paar Plot-Holes füllen. 😉

    Wow, der Kommentar wurde jetzt sehr lang. Zu sowas kann einen die Self-Isolation bringen. 🙂

    Unabhängig davon werde ich die Serie auf jeden Fall auch nochmal (und bestimmt noch öfters) am Stück binge-watchen und ich bin gespannt, wie alles dann wirken wird.

    Also danke nochmal. Ich freue mich auf die nächsten 50 BMB Folgen und ebenso würde ich mich freuen, wenn es mal wieder was in der gleichen Besetzung (Tobi+Katharina) geben würde.

    Herzliche Grüße,
    Fabian

    1. Hi Fabian,
      Zu allererst mal herzlichen Glückwunsch: Du hast den Pokal für den mit Abstand längsten Beitrag in der Geschichte von BMB gewonnen! Zweitens: Sorry, dass es so lange gedauert hat, zu antworten. Ich glaube, dass ich unterbewusst eine ebenso lange Antwort schreiben wollte – und das Vorhaben ist schon im Ansatz gescheitert.
      Vielen Dank für Deine Nachricht! Dass für Dich mit unseren Folgen zu The Mandalorian eine Art Unterhaltung entstanden ist, freut mich sehr – dann genau das hatten wir mit der Begleitung der Serie und der höheren Taktung auch vor. Wir werden mit Staffel 2 genau da weitermachen, wo wir aufgehört haben.
      Was den Fan Service angeht, bin ich immer etwas vorsichtig. Ist etwas Fan Service, Hommage oder ein Visueller-Hinweis-dass-wir-uns-im-Star-Wars-Universum-befinden? Oder ist es ein Zugeben von Uns-fällt-gerade-nichts-besseres-ein? Wie würde man die Tatsache, dass es in TFA quasi ein Imperium 2.0 mit Sturmtruppen, Todesstern, etc gibt, einordnen? Hier würde ich es eher unter Uns-fällt-gerade-nichts-besseres-ein einordnen – oder unter der Angst, alles richtig machen zu wollen. Was ist mit der Tatsache, dass C-3PO und R2-D2 in Episode I vorkommen? Fanservice, visueller Hinweis? Im Nachhinein würde ich viele Dinge in The Mandalorian eher als Hommage einordnen. Ich bin mir zwar immer noch nicht ganz sicher, wie ich Tatooine in Kapitel 5 hier einordnen soll, aber der Kommentar von SamRockwell auf SWU hat mir hier eine gute neue Perspektive aufgezeigt.
      Hmm, Bechdel-Test. Sprechen Cara und Omera miteinander? Und dann vielleicht auch nicht über Din Djarin? Ich müsste mir die Folge nochmal anschauen. Andere Gelegenheiten, bei denen die Serie den Test bestehen könnte, fallen mir gerade nicht ein.
      Ob wir die Serie auch gut finden würde, wenn es nicht Star Wars wäre? Gute Frage – und für mich unmöglich zu beantworten, denn natürlich lebt die Serie gerade davon, dass sie Star Wars IST und dass sie neue Dinge in diesem Universum beleuchtet. Vielleicht ist das eher eine Frage an Leute, die SW nicht kennen oder nichts damit anfangen können.
      Ansonsten: Vielen Dank für Deine Spekulationen zum Boba Fett-Film! Die Josh Trank Kommentare, die neulich auf SWU veröffentlicht wurden, deuten ja eher an, dass er die Story mit seiner Kündigung auch mitgenommen hat – und die Behind-the-Scenes Ausführungen in Disney Gallery weisen ja auch darauf hin, dass es sich bei der Serie eher um eine Favreau Originalidee handelt. Aber: Wer weiß… Mir hat Deine Theorie jedenfalls Spaß gemacht. Ich bin sehr gespannt, ob Baby Yoda tatsächlich mit Palpatine zusammenhängen wird.
      Viele Grüße!
      -tobi

  3. Hallo zusammen,

    erstmal vielen Dank für Eure Besprechungen die echt toll waren.

    Ehrlich gesagt war bei mir nach Episode 9 der Ofen aus. Der letzte Film war ok aber eher solala. Ich bin auch einer von denen, die sagen, dass Rian J. diese Trilogie auf dem Gewissen haben, weil ich nicht verstehen kann, wie man ohne auf einen Vorgängerfilm zu achten einfach sein eigenes Ding durchziehen will. Aber das ist ein anderes Thema.

    Zu Mandalorian.
    Ich hatte null Erwartung und habe mir die Serie auch erst jetzt angesehen. Und ich muss sagen, dass ich es absolut genial fand! Diesbezüglich muss ich zugeben, dass ich lieber nur noch weitere Staffeln Mandalorian schauen möchte als nochmal irgendwelche Filme!!

    Ganz großartig fand ich einfach (wie Tobi es ab und zu auch sagte) diesen „Minimalismus“. Zu zeigen wie gefährlich EIN AT ST ist, wie gefährlich EIN T-Fighter sein kann, wie übermächtig 3 X Wings sind, wie gefährlich EIN Droide sein kann (IG11). Sind wir mal ehrlich, gegen die „Kampfdroiden“ aus den Prequels hätten auch 90-jährige Rentner gesiegt. Oder sonst dieses verpulvern von Masse die keinen Sinn mehr für mich macht. Für die Beste Raumschlacht im ganzen SciFi Genre halte ich immer noch die in EP 6. Das in 9, da frage ich mich jetzt noch, hatte überhaupt nichts! Aber ist subjektiv und ich schweife wieder ab.

    Dann die Chemie zwischen den Figuren, das Design und Vieles mehr. Das weckt nach den herben Enttäuschungen der letzten Jahre wieder mein Star Wars Herz. Und das meine Frau diese Serie auch cool findet will was heißen.

    Ich hoffe die Serie verliert sich jetzt nicht in ähnlich kreativem Schlamassel wie die Filme, und sie lassen die Verantwortliche ihr Ding machen ohne reinzureden. Evtl. noch mehr Geld locker machen, aber sonst nichts.

    The Mandalorian ist das Star Wars, dass ich meinem Sohn zeigen werde, wenn er soweit ist. Meine Begeisterung vor allem für „das Kind“ ist bestimmt auch dem geschuldet, dass mein Sohn sich genauso verhält wie Baby Yoda in der Serie. Bei fast jeder Szene mit ihm dachte ich „das könnte auch mein Sohn sein“ 😉

    Schöne Grüße Benjamin

    1. Hi Benjamin,
      Vielen Dank für Deine Nachricht! Freut mich, dass Dir The Mandalorian gefallen hat. Ich glaube, es ging vielen so, dass sie die Serie als frischen Wind im SW-Universum genossen haben. Als etwas, das weniger kontrovers und damit weniger anstrengend als die Sequel-Trilogie war. Wie Du hoffe ich auch, dass sie ihr Ding weiterhin so durchziehen und dass die Serie sich nicht in zu großen Ambitionen verliert. Dass man z.B. versucht, sich von dem Minimalismus und den Abenteuern am Rand des Universums zu lösen und das Ganze immer mehr in einen größeren Zusammenhang zu setzen – Stichwort Ahsoka-Gerüchte. Das könnte richtig cool werden, aber ich hoffe, dass sie sich da nicht zuviel auf den Teller schaufeln.
      Viele Grüße
      -tobi

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